Glyx Diät
Wenn einige den Begriff "Glyx Diät" hören, denken sie zunächst, dass Grundvoraussetzung dieser Diät ist, dass man glücklich ist. Dies ist aber ein Trugschluss, denn es handelt sich bei der Abkürzung "Glyx" um den Glykämischen Index, welcher den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Allerdings sind einige Ernährungsexperten davon überzeugt, dass die Glyx Diät durchaus glückssteigernd wirken kann, wenn man sie richtig durchführt.
Was steckt dahinter?
Das Prinzip bei der Glyx-Diät ist, sich mit dem Glykämischen Index zu beschäftigen, welchen man jedem Lebensmittel zuschreiben kann. Bei der Glyx-Diät sollte man dann möglichst viele Lebensmittel essen, die einen niedrigen Glykämischen Index aufweisen.
Definiert wird der Glykämische Index als aussagekräftiger Wert für die Blutzuckerreaktion, welche nach dem Verzehr der Lebensmittel im Körper hervorgerufen wird. Je nachdem, ob der Blutzuckerspiegel konstant ansteigt und fällt oder ob es zu einem rasanten Anstieg und einem plötzlichen Abfall mit Heißhungerattacken kommt, lässt sich dadurch das Ernährungsverhalten beeinflussen.
Im Gegensatz zu anderen Diäten, zählen bei der Glyx-Diät weder die Fett- noch die Kalorienangaben. Auf das Durchführen von Sport wird hingewiesen, doch laut überzeugten Anhängern der Glyx-Diät soll dieser nicht zwingend notwendig sein.
Gute und schlechte Kohlenhydrate
Je nachdem, wie hoch der Glykämische Index bei den verschiedenen Lebensmitteln ist, unterscheidet man in gute und schlechte Kohlenhydrate. Dabei enthalten die schlechten Kohlenhydrate einen hohen Glyx-Wert und sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel rapide ansteigt. Als Gegenmaßnahme schüttet der Körper nun Insulin aus, wodurch der Blutzuckerspiegel abfällt und ein erneutes Heißhungergefühl aufkommt.
Das Grundprinzip bei der Glyx-Diät besteht also darin, so wenig wie möglich an Kohlenhydraten zu sich zu nehmen, die das Hungergefühl steigen lassen. Isst man während der Glyx-Diät nur Lebensmittel mit einem niedrigen Glykämischen Index, also gute Kohlenhydrate, steigt der Blutzuckerspiegel nicht so schnell an und ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl tritt ein.
Wie hoch der Glykämische Index bei den einzelnen Lebensmitteln ist, kann man anhand einer Tabelle ziemlich schnell herausfinden. Am besten, man legt sich ein Buch zu, welches sich intensiv mit der Glyx-Diät beschäftigt und auf jedes einzelne Lebensmittel eingeht.
Zur Orientierung: Die Einteilung der Lebensmittel kann bis zu einem Glykämischen Index von 100 reichen. Dieser Wert stellt den höchsten dar und ist gleichzeitig auch ein Zeichen dafür, dass man von diesem Lebensmittel besser die Finger lassen sollte. Als niedrig gilt hingegen ein Wert unter 50.
Welche Lebensmittel sind erlaubt?
Geht man nach dem Glykämischen Index vor, sollte man vorwiegend Milchprodukte, Obst, Gemüse und Nudeln zu sich nehmen. Im mittleren Bereich des Glyx-Indexes liegen Vollkornbrot, Apfelsaft und Zucker. Gemieden werden sollten Reis, Weißbrot oder etwa Kartoffelbrei.
Was taugt die Glyx Diät?
Da man bei der Glyx Diät nur auf den Glykämischen Index achten soll, würde Speiseeis zu den guten und Kartoffeln zu den schlechten Lebensmitteln zählen. Nicht nur deswegen sieht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung die Glyx Diät als keine sinnvolle Ernährungsweise an und distanziert sich von deren positiver Wirkung auf den Körper.
Zwar seien einige der auf der Liste der „guten Lebensmitteln“ stehenden Produkte tatsächlich gut für unsere Ernährung, doch oftmals ist auch genau das Gegenteil der Fall.
Zudem bekommen die Diäthaltenden kein Gespür für Essen, gesunde und schlechte Ernährung vermittelt. Das Abgleichen von Produkten und deren Glykämischem Index mit einer solchen Liste kann mitunter ziemlich mühsam sein. Außerdem werden die Fett- und Kalorienwerte gänzlich vernachlässigt. Nimmt man aber mehr Kalorien am Tag in sich auf als man verbrennt, nimmt man automatisch zu.
Einige Experten, die sich der Glyx-Diät verschrieben haben, empfehlen sogar Schwangeren, jeden Tag bis zu einen halben Liter Wein zu trinken. Ärzte warnen dringend davor, diesem Rat zu folgen, da dies sonst schädliche Auswirkungen auf die werdende Mutter und das ungeborene Baby haben kann. Veröffentlicht am: 02.02.2007 - Redaktion
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Kommentare:
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