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Fasten

Ursprünglich stellte Fasten keine Diätform an sich dar, sondern diente der Reinigung des Körpers und der Seele. Grundlage hierfür war in der Regel die tiefe Verbundenheit zur eigenen Religion. Mittlerweile hat sich Fasten aber auch zu einer modernen Diätvariante entwickelt, denen Experten überaus skeptisch gegenübertreten.

Die verschiedenen Arten des Fastens

Immerhin unterschiedet man heute zwischen verschiedenen Arten des Fastens, denen ganz eigene Beweggründe voraus gehen. Dabei stellt die Nulldiät, auch unter dem ?totalen Fasten? bekannt, die denkbar risikoreichste Variante dar. Ohne ärztliche Aufsicht sollte man sich nicht in diese Extremsituation begeben und Abstand davon halten, täglich nur bis zu drei Liter kalorienfreie Getränke und Vitamin- sowie Mineralstoffpräparate zu sich zu nehmen. Ob dies eine gute Möglichkeit ist, an Gewicht zu verlieren, ist auch sehr fragwürdig. Eine nicht minder gefährliche Variante stellt das modifizierte Fasten dar, bei welchem man zusätzlich noch Eiweiße in Form von Molke oder Eiweißpräparaten zu sich nehmen soll. Experten sind davon überzeugt, dass man seinem Körper bei längerer Anwendung mehr schadet als nützt. Die modernste Art des Fastens ist das Heilfasten, bei welchem man auch feste Nahrung zu sich nehmen kann.

Heilfasten

Beim Heilfasten dürfen dem Körper neben kalorienfreien Getränken auch andere Lebensmittel zugeführt werden. Unterscheiden kann man aber nochmals zwischen Saftfasten, Molkefasten, Teefasten, sowie der Schrothkur. Bei den ersten drei Varianten dürfen dem Körper täglich nur etwa 250 Kalorien zugeführt werden. Sinn und Zweck des Heilfastens soll die Vorbeugung von Krankheiten sein. Nebenbei soll man durch die verminderte Kalorien- und Fettaufnahme drastisch an Gewicht verlieren. Die Frage ist allerdings, wie lange man das veränderte Gewicht nach dem Fasten halten kann.

Risiken und Beurteilung

Abstand halten vom Fasten sollten laut ärztlichem Rat Menschen, die am Herzen erkrankt sind, sowie Senioren, Kinder und Jugendliche, Schwangere und Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist. Aber auch für Menschen mit einer Stoffwechselerkrankung kann das Fasten schnell gefährlich werden. Dass Fasten keine geeignete Maßnahme zum dauerhaften Gewichtsverlust darstellt, zeigt sich darin, dass man selbst beim totalen Fasten je Woche lediglich zwei Kilo verlieren kann. Dieses Ziel kann man auch mit anderen Diäten, die weniger belastend sind, erreichen. Außerdem sind Fastende ein gutes Ziel für den gefürchteten Jojo-Effekt, welcher durch den gedrosselten Grundumsatz zustande kommt. Zudem läuft man leicht Gefahr, mehr Muskelmasse als Fett abzubauen. Die meisten Ernährungswissenschaftler raten deswegen vom Fasten als Mittel zur Gewichtsabnahme ab.

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